Rückblick Symposium 2008

Die vollständige Dokumentation des Symposiums 2008 können Sie hier herunterladen (.pdf, ca. 22 MB).

 

1. Kultur und Wirtschaft

Kultur ist zweckfrei und braucht keine wirtschaftlichen Effekte zur Rechtfertigung zu erzielen, aber: Kultur erzielt wirtschaftliche Effekte für eine Kommune. Die Kulturwirtschaft wächst und Städte wie Köln haben sich längst zu einem europäischen Spitzenstandort dafür entwickelt.
Doch auch andere Wirtschaftsbranchen profitieren vom Standortfaktor Kultur. Folgerichtig ist daher auch die engere Zusammenarbeit zwischen Kultur- und Wirtschaftsdezernat, die am Kölner Beispiel vorgestellt wird.

 

2. Politik, Verwaltung und Bürgerschaft – Partizipation in der Kulturpolitik

Bürgerschaftliches Engagement ist erwünscht, solange es Parteien und Verwaltung nicht bei ihren Ritualen stört? Wie kann bürgerschaftliches Engagement besser für die Kulturpolitik genutzt werden, und wie legitim ist der kulturpolitische Input einflussreicher Bürger? Sind junge Menschen für politisches Engagement überhaupt noch erreichbar, und in welcher Form engagieren sie sich? Bieten die neuen digitalen Partizipationsplattformen im Internet Lösungen für die kommunale Demokratie der Zukunft?

 

3. Ist Kultur planbar? Grenzen & Möglichkeiten von Kulturentwicklungsplanung

Strategiepapiere und Kulturpläne – überall wird analysiert, was Kultur leistet und geplant, was sie künftig zu leisten hat. Dabei muss Kultur sich der Evaluation stellen. Aber lassen sich kulturpolitische Prioritäten überhaupt mit rationalen Kriterien gewinnen? Oder beschneidet dieses ganze Instrumentarium die Freiheit der Kunst? Wo sind Planungsprozesse erfolgreich verlaufen, wo haben die daraus entstandenen Pläne positive Veränderungen bewirkt und warum war das so?

 

4. Kultur & Soziales

Das Ausspielen der Kultur gegen Notwendigkeiten im bildungs- und sozialpolitischen Bereich gehört zum fixen Ritual im kommunalen Geldverteilungskampf. Ist denn Kulturpolitik nicht oft auch Sozialpolitik? Wir erfahren etwas über „neue“ Publikumsgruppen, also Junge, Alte und Migranten und wie man diese gut erreichen kann. Es geht um beispielhafte Projekte aus den Bereichen Kultureller Bildung und Interkultur und der Frage nach ihrer gesamtgesellschaftlichen Bedeutung.